Rund um den Urwald, das Kerngebiet der Friesischen Wehde

Die Tour beginnt am Parkplatz Winterweg in Neuenburg. Den Wald im Rücken radeln wir in Richtung Collstede. Der Weg schlängelt sich zwischen Wiesen hindurch, bis wir linke Hand an den Freilandgehegen eines Geflügelhofes vorbeikommen.




Wir fahren geradeaus weiter und biegen wenig später links in die Ziegeleistraße nach Collstede ab. An der Kreuzung folgen wir der Straße geradeaus. Am Kinderhaus Collstede vorbei kreuzen wir die Westersteder Straße und fahren geradeaus am Industriegebiet Collstede vorbei den Plaggendamm hinunter.

Rechts und links der wenig befahrenen Straße liegen Felder. Es weht ein kräftiger Wind. An der Kreuzung Plaggendamm/Baasenmeersstraße bietet sich die erste Gelegenheit für einen Abstecher. Links und gleich wieder rechts liegt zwischen Baasenmeersstraße und Tarbarger Landstraße der Königssee.


Rechts führt die Route am Torfschuppen vorbei weiter über die Spolsener Moorstraße nach Rutteler Feld. Kleine Bauernhöfe wechseln sich mit Weiden und Äckern ab. Wir biegen rechts auf den Zollweg und haben linke Hand einen wunderschönen Blick über Kuhweiden auf die Schweinebrücker Fuhrenkämpe. Typisch ostfriesische Wallhecken begrenzen die Wiesen.

An der Bundesstraße 437 in Ruttel angekommen, liegt vor uns die Rutteler Mühle. Der Gallerieholländer von 1865 ist die einzige Windmühle Deutschlands, in der noch Holz gesägt wird. Im Café gibt es selbstgebackenen Kuchen und im angeschlossenen Naturkostladen verkauft die Müllerfamilie unter anderem Brot und Mehl aus frisch gemahlenem Getreide. Interessierte Gäste führt der Müller auch gerne persönlich über knarzende Holzstufen hoch zu den Mahlsteinen.

Frisch gestärkt fahren wir ein kleines Stück auf dem Fahrradweg an der Bundesstraße entlang nach Neuenburg hinein. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Schloss mit Skulpturenpark, Bienenlehrpfad und Rauchkatengelände. Ganz in der Nähe des Schlosses ist in der Bahnhofstraße die Müllersche Werkstatt, ein Restaurationsbetrieb von 1904.

Die Fahrradroute zweigt direkt neben der Fahrschule Kuck von der Bundesstraße nach links ab. Vor uns liegt einer der schönsten Streckenabschnitte. Die Gemeinde hat die ehemalige Bahntrasse zwischen Neuenburg und Zetel als Fahrradweg herrichten lassen. Links grenzt die Route direkt an ein Waldgebiet mit Feuchtbiotopen. Nach rechts macht der Sandweg den Blick frei auf Viehweiden, die von kleinen Wäldchen umgeben sind. In der Entfernung ragt ein schmaler Schornstein steil in den Himmel, ein Zeuge uralter Klinkertradition in der Friesischen Wehde.





Erst in Höhe der Ziegelei Röben kommen wir auf die Pohlstraße. Vorbei an frei stehenden Häusern, Viehweiden und zwei Baumschulen stoßen wir auf eine T-Kreuzung. Hier biegen wir rechts ab und gelangen durch ein Wohngebiet auf die Bohlenbergerstraße, der wir rechts in den Ortskern Zetel folgen. Ein Blickfang an der Bundesstraße ist die Galerie von Reinke de Vos mit Figuren und biblischen Sprüchen in Holz geschnitzt.



Beim Jugendzentrum biegen wir links ab auf die Klinkerstraße, die durch den alten Zeteler Ortskern direkt auf die St. Martins Kirche zuführt. Wir folgen der Kirchstraße auf die Jakob-Borchers Straße und biegen rechts in Richtung Ortsmitte ab. Vor dem Rathaus überqueren wir den Ohrbült und fahren schräg links die Straße Südenburg in Richtung Naturbadepark Südliches Friesland. Noch bevor wir das Schwimmbad erreichen, knickt die Tour nach rechts in die Raiffeisenstraße ab. Wer den Abstecher in die Badeanstalt überspringt, kann hier auf einem kleinen Spielplatz eine Pause einlegen. Dann erwartet uns wieder ein neu angelegter Fahrradweg entlang der ehemaligen Bahntrasse. Dieses Mal ist es die Strecke zwischen Zetel und Bockhorn und die ist mindestens so schön, wie jene zwischen Neuenburg und Zetel. Rechts scheint die Sonne durch ein dichtes Blätterdach auf den Farn. Links lassen wir den Blick über weite Wiesen schweifen.





Am Zeteler Tief lädt ein Rastplatz mit Fahrradständer zum Verweilen ein. Über eine Holzbrücke verläuft die Strecke weiter, bis wir in Bockhorn auf die Urwaldstraße stoßen. Wir halten uns links und kommen direkt auf den Marktplatz zu. Vor der Sparkasse zeugt die Skulptur zweier Ziegeleiarbeiter von der industriellen Vergangenheit des Ortes. Eine Besonderheit ist das Gebäude, in der die OLB-Filiale untergebracht ist. Das Hemkensche Kaufmannshaus stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sehenswert ist die aus Holz geschnitzte Tür auf der Rückseite des Hauses. Direkt gegenüber steht die St. Cosmas und Damian-Kirche.





Die Route führt jetzt ein kleines Stück an der Grabsteder Straße entlang und kreuzt die Bundesstraße 437. In Kreyenbrok biegen wir nach links auf den Stockweger Weg ab. Die Schotterpiste führt uns an Viehweiden vorbei, bis wir in Grabstede wieder nach rechts auf die Hauptstraße gelangen. Der folgen wir ein paar Meter und biegen dann rechts in die Klinkerstraße. Dann führt uns die Buschstraße in die „Wildnis“ – rechts und links nichts als Wald, bis wir wieder auf den Parkplatz am Winterweg stoßen.



Die Länge der Route beträgt ca. 29 Kilometer.