Auf den Spuren der Bauern durchs Moor

Die Moortour beschreibt eindrucksvoll, wie die friesländischen Bauern den Boden vom Torfabbau über Moorbrand und Trockenlegung so weit kultiviert haben, dass hier das Vieh weiden konnte und schließlich sogar Bäume wuchsen.





Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor dem Neuenburger Schloss. Von hier aus radeln wir Richtung Westerstede aus dem Ort heraus und biegen rechts in den Bäkweg. Wenn sich die Bäume rechts und links des Weges lichten, wird der Blick frei auf Kuhweiden und Getreideäcker. Die Pflasterstraße geht in Spurbahnplatten über und kreuzt am Ende die Baasenmeersstraße.


Die Route führt rechts zum Torfschuppen an der nächsten Kreuzung. Was heute als Rast- und Grillplatz dient, ist im Jahr 1907 als Lagerschuppen für Torf errichtet worden. Die nahen Ziegeleien brauchten davon jede Menge, um ihre Brennöfen zu beheizen. Wir fahren geradeaus in die Spolsener Moorstraße und biegen direkt hinter dem Kinderhof Wehde links in den Heinen Damm.

Jetzt fahren wir geradewegs auf das Moor zu. Bodenwellen zeugen davon, dass der Untergrund feucht wird. Rechts suhlen sich in einem Gehege Hängebauchschweine im Dreck. Dann biegt die Straße nach links ab und geht in Spurbahnplatten über. Es riecht nach Schwefel. Wegen der vielen Mücken empfiehlt sich lange Kleidung. Zwischen Binsen und trockenem Gras wachsen Birken und Nadelbäume. Dämme wechseln sich mit Wasser führenden Gräben ab. Auf den Weiden grasen Schafe und Ziegen. Das Blöken der Tiere wird lauter und wir nähern uns linke Hand der Moorschäferei. Ein paar Meter weiter haben wir den Startpunkt einer Moorwanderung durch das Naturschutzgebiet Spolsener Moor erreicht. Es lohnt sich, das Fahrrad stehen zu lassen und ein Stück zu Fuß zu laufen.





Der Heinen Damm führt weiter zwischen Wiesen hindurch auf den Zollweg. Wir folgen der Klinkerstraße nach links auf das Naturschutzgebiet Lengener Meer zu. Ein Tor verhindert die Durchfahrt für Autos. Links sehen wir jetzt das Moor, das mit den Trockengräsern und den vereinzelten Kiefern aussieht wie eine Wildwestlandschaft. Rechts vom Radweg tun sich Wiesen auf, die im Sommer von Kühen beweidet werden. Im Winter pflegen Schafe mit ihrem berühmten Schafstritt die Grasnarbe. Eine Aussichtsplattform bietet den perfekten Blick auf den 22 Hektar großen, kreisrunden und nur 80 Zentimeter tiefen Flachsee Lengener Meer.





Kurz danach mündet der Sandweg wieder auf eine Teerstraße, der wir nach rechts folgen. Linke Hand erreichen wir jetzt Heikes Moorhof mit Hofcafé und Schafsladen. Auf der Weide grasen Ostfriesische Milchschafe. Das Ausflugsziel ist bei Fahrradfahrern und Reitern gleichermaßen beliebt.



Wir folgen dem Bentstreeker Schulweg bis wir auf die Kreuzung Schweinebrücker Weg stoßen. Hier führt die Tour geradeaus weiter zur Gaststätte Heidekrug an der Landesstraße 18. Nur wenige Bäume flankieren unseren Weg. Der Wind weht kräftig von den Wiesen herüber.

Wir stoßen auf die Kreisstraße Mullberger Weg und folgen dieser wenige Meter nach rechts, ehe wir links in den Dreibrückenweg einbiegen. Über Wiesen und Getreidefelder gucken wir linke Hand auf den Karl-Georgs-Forst. Der Dreibrückenweg führt vorbei an einem Geflügelhof und rechts weiter über die Hopelser Straße nach Marx.



Wir biegen links in den Karkweg und kommen durch den historischen Ortskern an der Granitquaderkirche vorbei auf die Bundesstraße 437. Rechts liegt das Landhaus Marx. Wir fahren geradeaus über Börgerhörn und verlassen den Ort. Schnell lassen wir das letzte Haus hinter uns. Eichen rechts und links verleihen der schmalen Straße einen Alleecharakter. Wir überqueren die Bitze und gelangen über den Schepkerweg auf die Kreisstraße Hohemoor in Kleinhorsten.

Hier lohnt sich ein Abstecher zum Horster Sonnenstein. Der Weg führt uns jedoch rechts auf die Zeteler Straße. Wir folgen der Zeteler Straße auf dem Radweg, bis rechts der Moorweg abzweigt. Auf beiden Seiten der Route sind die Wiesen von kleinen Wallhecken begrenzt. Wir folgen der Beschilderung nach links und biegen rechts in den Heidschnuckenweg. Rechte Hand sehen wir den Segelflugplatz Bohlenbergerfeld. Ein Sandweg führt geradewegs zum Nordwestdeutschen Schulmuseum. Wir fahren die Wehdestraße ein Stück rechts, um dann gleich wieder links in den Schweinebrücker Fuhrenkamp abzubiegen.


Wo die Straße einen Linksknick macht, folgen wir geradeaus den Spurbahnplatten und Stoßen rechts auf die Straße Waterwisch. Die Eichen am Wegrand sind von Efeu überrankt. Im Ort fahren wir vorbei an den Getreidespeichern von Wilhelm Harenberg. Schließlich stoßen wir über einen kleinen Verbindungsweg auf den neuen Fahrradweg entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen Schweinbrück und Neuenburg. Rechts tauchen wir ein in ein Wäldchen mit Feuchtbiotopen. Links macht der Sandweg den Blick frei auf Viehweiden, die von kleinen Wäldchen umgeben sind. Schließlich erreichen wir die Bundesstraße 437. Direkt gegenüber liegt unser Ausgangspunkt: Das Schloss ...

Die Länge der Route beträgt ca. 33 Kilometer.