Rinder grasen auf dem Meeresboden

Die Geest war sicher, die Marsch fruchtbar.

Die Küstenbewohner waren in der Zwickmühle. Der Geestrücken bot zwar Sicherheit vor Sturmfluten, aber seine sandigen Böden waren unfruchtbar. Ganz anders die Marsch. Die saftigen Wiesen zeugen von der Verschiebung der Küstenlinie. Wo heute Rinder grasen, rauschten einst die Nordseewellen.

Die Zeteler Marsch war ein Niedermoor. Nach den schweren Sturmfluten 1509, 1510 und 1511 war das Gebiet teilweise überflutet und zählte zur Meeresbucht „Schwarzes Brack“. Tonhaltiger Wattboden lagerte sich ab, außerdem Mineralien, Tier- und Pflanzenreste. Sie bilden den Grundstein für den so fruchtbaren Kleiboden in der Marsch.

Erst mit dem Bau von Entwässerungssystemen und dem Ellenser Damm wurde das Schwarze Brack trockengelegt.