Südliches Friesland – Zu Fuß oder mit dem Fahrrad in lebendiger Natur

Wer die neuen Fahrradrouten auf eigene Faust erkunden möchte, braucht nur den grünen Schildern zu folgen. Auch ohne Karte können Einheimische und Gäste die 30 bis 40 Kilometer langen Routen abfahren. Die Schilder tragen je nach Tour die Aufschrift „Moor“, „Urwald“, „Klosterhöfe“, „Marsch“, „Geest“, oder „Küste“.

Die Wege enden nicht an den Gemeindegrenzen von Zetel und Bockhorn. So führt eine Route über Ellenserdammersiel bis Dangast. Eine andere Strecke zeigt die Wedelfeldmühle auf Zeteler Gebiet ebenso wie den Ort Neustadtgödens und das Schloss Gödens in der Gemeinde Sande. Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Fahrradrouten zählen der sagenumwobene Sonnenstein in Horsten, die alte Kirchstelle in Ellens, die rund 1000 Jahre alte Hohe Burg und die dicke Buche in Grabstede ebenso wie die Klosterhöfe und das Schloss Neuenburg mit Freilichtmuseum, Bienenlehrpfad und Skulpturenpark.

Die Fahrradrouten führen in Idagroden im Nordosten an den Jadebusen mit dem Nationalpark Wattenmeer. Im Landesinneren führt ein Radweg von der Marsch in Richtung Geest und in Zetel über den einzigen erhaltenen Geestrücken Nordwestdeutschlands. An ausgeprägte Waldgebiete mit dem Neuenburger Urwald als Kerngebiet schließen sich Hochmoorlandschaften in Bockhorn und Spolsen an.

Der 3,5 Kilometer lange neue Fahrradweg entlang der ehemaligen Eisenbahntrasse zwischen Zetel und Bockhorn zählt zu den schönsten Streckenabschnitten. Auf der einen Seite blickt der Fahrradfahrer auf den Wald im Neuenburger Holz, auf der anderen Seite erstrecken sich die Driefeler Wiesen. Beides sind Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiete.

Beim Schulmuseum in Bohlenbergerfeld lockt ein Café. Zur Infrastruktur gehören weitere Einkehrmöglichkeiten an jeder Route. Dazu zählt die Moorschäferei in Spolsen genauso wie Heikes Moorhof in Bentstreek oder Katjas Melkhus in der Zetelermarsch.